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ESHA - Regionen: deutsch-sprachige Region

Auf dieser Seite finden Sie zukünftig weitergehende Informationen zur deutsch-sprachigen Region von ESHA.



 

Vom 09. bis zum 10. Mai fand die erste ESHA-Regional Konferenz in Basel statt. Für die deutschsprachigen ESHA-Regionen war es eine sehr wichtige Veranstaltung und hat zudem noch Pilotcharakter für andere regionale Zusammenschlüsse von ESHA.

Rund 40 Teilnehmer aus Südtirol (Italien), Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Deutschland kamen im Rahmen der Konfernz zusammen. Rumänien (Siebenbürgen), Dänemark und Luxemburg werden bei den nächsten Konferenzen dem neuen Netzwerk beitreten.

Im Rahmen der Konferenz kam zudem ein Kontakt zu deutschen Schulen in Ungarn zustande. Die Konferenz verlief durchweg in einer sehr angenehmen Atmosphäre; Schwerpunkte am Freitag waren die Themen Leitungskompetenz und Entwicklung von Schulleitungen. Hierzu hielt der renommierte deutsche Professort H.-G. Rolff eine Präsentation, in der er die neuesten Ergebnisse darstellte, welchen Einfluss die Schulleitung auf den Lernerfolg von Schülern und die Weiterentwicklung von Schule hat.

Am Samstag war der beherrschende Punkt die Erkenntnis, dass ohne schulische Antonomie die Ziele der Charta von Lissabon nicht erreichbar sind. Die meisten Schulleiter in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind im System "gefangen", da sie keine eigenen Entscheidungen treffen können und nur wenig Zeit haben, sich mit Kollegen in ganz Europa auszutauschen.

Die Konferenzteilnehmer verfassten die Baseler Resolution (vgl. unten), die über das General Board von ESHA an die EU-Kommission und die jeweilig zuständigen Ministerien für Schulen adressiert ist.
(Die Resolution wird in weitere Sprachen übersetzt und wird dann auf der Webseite von ESHA verfügbar sein.)

Das nächste Treffen findet im kommenden Jahr in Südtirol statt. Das EB der Mitgliedsorganisationen wird das Meeting vorbereiten: Ziel ist es, eine noch größere Zahl an Schulleitern zu einer großen Konferenz im Jahr 2009 zusammenzubringen. Ein Schwerpunkt wird die "Professionalierung von Schulleitern" sein.


Baseler Resolution

Die Kriterien von Lissabon können nur in autonomen Schulen erreicht werden. Autonomie ist das Recht - aufbauend auf einem demokratischen Grundverständnis - eigene Entscheidungen zu treffen auf der Grundlage von Vertrauen, Respekt, Transparenz und einer Rechenschaftskultur, die sowohl horizontal und vertikal zu verstehen ist. In der Schulentwicklung an autonomen Schulen kommt der Rolle der Schulleitung eine entscheidende Bedeutung zu. Dies setzt voraus, dass Schulleitung als eigene Profession anerkannt ist. Das alltägliche lokale Schulleitungshandeln und -gestalten muss eingebettet sein in einen europäischen und globalen Zusammenhang. Wir fordern die Europäische Kommission und die Regierungsverantwortlichen aller europäischen Länder auf, dem in folgender Weise Rechnung zu tragen:

  • Die Qualität der Arbeit muss durch Ausbildung und Fortbildung gesichert sein.
  • Das europäische Bewusstsein muss durch Mobilität und Austausch gestärkt und gefördert werden, um die Autonomie in einen größeren Zusammenhang bringen zu können.
  • Es müssen Handlungs- und Gestaltungsräume mit autonomer Entscheidungskompetenz auf allen Entscheidungsebenen gewährleistet sein.

Voraussetzung hierfür sind bedarfsorientierte Unterstützungssysteme, die sowohl schulintern und schulübergreifend auf regionaler und gesamteuropäischer Ebene wirksam werden.


Basel im Mai 2008

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Publiziert am: Sonntag, 25. Mai 2008 (8636 mal gelesen)

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